Kreuzjoch und Zamangspitze, Hochjochgebiet

Das Hochjochgebiet, in das man von Schruns aus per Seilbahn oder alternativ zu Fuß gelangt, ist im Winter ein bekanntes Schigebiet und im Sommer ein tolles Wandergebiet.  Dem Wanderer eröffnet sich ein Blick in mehrere Täler und auf ein überwältigendes Bergpanorama (Verwallgruppe, Rätikon,…). In unmittelbarer Umgebung bieten sich mehrere Bergspitzen zum Erwandern an. Die alpine Flora und Fauna ist beachtenswert und der “Seenweg”, vorbei am Herzsee, am Schwarzsee und am Speichersee (Seebligasee), ist ein Familienwanderweg.

Anfahrt

Vom Westen her über die A14 bis Bludenz, dort die Ausfahrt Montafon nehmen und auf der B188 bis Schruns weiterfahren und der Beschilderung Hochjochbahn folgen. Vom Osten her durch den Arlbergtunnel auf der S16 ebenfalls bis Bludenz und beim Knoten Montafon (nach Bings) ausfahren, anschließend wie oben beschrieben weiter. Ihre Anfahrt können Sie auch anhand der Google-Map weiter unten planen und ausdrucken.

Die Wanderung

Bergstation Sennigrat

Bergstation Sennigrat

Von Schruns aus fährt man mit der Hochjoch-Kabinenseilbahn hoch bis zu deren Endstation, der Kapellalpe. Dort lädt ein großes Restaurant mit einer Panorama-Terrasse zum Verweilen ein. Der sportliche Wanderer nimmt anschließend den Fußweg zur Bergstation des Sennigrat-Sesselliftes bzw. zur Wormser Hütte (steil ansteigend, ca. 1 – 1,5 Stunden), der Genießer nimmt den Sessellift und lässt noch eine Weile die Füße baumeln! 😉 Achtung: Beachten Sie die Fahrtzeiten, vor allem um die Mittagszeit, denn da wird pausiert!

Wormser Hütte

Wormser Hütte

Von der Bergstation Sennigrat dauert es nur 15 Minuten bis zur Wormser Hütte (2305 m), die mit einer guten Speisen-Auswahl und freundlichem Personal sowie ihrer Lage, der Aussicht und einem Paragleiter-Startplatz beeindrucken kann. An schönen Tagen ist der Zulauf hier entsprechend groß, denn in nur 25 Minuten lässt sich von hier aus das Gipfelkreuz des Kreuzjochs (2398 m) ersteigen – ein derart leicht und schnell erreichbares Gipfelkreuz lockt viele Touristen an. Man kann direkt über einen felsigen Schotterweg mit leichten Kletterpartien aufsteigen oder einen kleinen Umweg über den leichteren, breiten Schotterweg nehmen und dann den Gipfel von der Seite her stürmen. Wundern Sie sich nur nicht, wenn dort ganze Wandergruppen lagern und lärmen… Besonders schön der Blick Richtung Westen, wo die Sulzfluh, die Drei Türme und die Schesaplana ins Auge stechen. Auch die Zimba ist gut zu sehen.

Kreuzjoch Gipfelkreuz

Kreuzjoch Gipfelkreuz

Vom Kreuzjoch aus kann man, bei ausreichendem zeitlichem Rahmen, noch eine zweite Bergspitze erwandern, die Zamangspitze (2387 m), die ebenfalls eine sehr schöne Aussicht bietet. Zurück geht´s auf dem selben Weg oder über die Zamangalpe – hier eine Beschreibung der Rundwanderung Zamangspitze. Der erfahrene Wanderer bevorzugt wahrscheinlich einen Abstecher auf´s Hochjoch (Beschreibung der Route) (2503 m), der sich aber nur bei geeigneter Ausrüstung und Kletter-Erfahrung empfiehlt (teils ausgesetzt mit Kletterpartien, schwer). Für Fotografen kann ich einen kurzen Abstecher in diese Richtung empfehlen, zumindest bis dorthin, wo die ersten Kletterpartien beginnen, den hier besteht die Möglichkeit, Wormser Hütte und Herzsee auf EIN Bild zu bekommen – tolles Panorama! Auf der Webseite des DAV, Sektion Worms, finden sie eine gute Beschreibung der Wanderrouten im Hochjochgebiet und außerdem Informationen und Kontaktmöglichkeiten zur Wormser Hütte.

Schwarzsee

Schwarzsee

Den Rückweg kann man direkt von der Wormser Hütte oder vom Kreuzjoch aus über den Seenweg antreten. Dieser führt am idyllischen kleinen Herzsee und am etwas größeren Schwarzsee (bietet sich für eine Rast an) zurück zur Kapellalpe (ca. 1,5 Stunden). Man kann sich entweder für den kürzeren Weg durch den Schi-Tunnel oder (für Genießer) den etwas längeren Bergweg mit Aussicht auf das Lechquellengebirge und ins Silbertal entscheiden.

Pluspunkte

Im Frühsommer kann man hier eine fantastische Pflanzenwelt bestaunen. Die Aussicht ist immer schön (vermeiden Sie die Route aber bei schlechtem Wetter – diesen Sommer musste die Bergrettung dort eine ganze Familie herunter holen, die sich im Nebel chancenlos verlaufen hatte). Hier oben hatte ich meine erste und bisher einzige Adler-Sichtung, was bei dem Zulauf sicher nur sehr selten vorkommt. Leider war er zu schnell und meine Kamera gerade im Rucksack… Die Stube der Wormser Hütte ist urig, das Essen sehr gut und preislich vernünftig, der Wirt nett und auskunftsfreudig.

Zusammenfassung

Schwierigkeitsgrad: Seenweg leicht, Kreuzjoch leicht bis mittel, Zamangspitze mittel (Kondition und Trittsicherheit erforderlich), Hochjoch schwierig.
Gehzeit: Je nach Route – Seenweg mit Kreuzjoch ca. 2,5 Stunden, mit Abstecher zur Zamangspitze insgesamt ca. 4 Stunden. Wormser Hütte – Hochjoch: ca. 2,5 Stunden.
Höhenunterschied: ca. 120 Meter von der Bergstation Sennigrat zum Kreuzjoch. Zirka 500 Höhenmeter vom Kreuzjoch hinunter zur Kapellalpe.

Hier wie immer meine Google-Map mit einer genauen Beschreibung der Route. Karte einfach anklicken, dann lässt sich auch die Anfahrt damit gleich planen:


Schruns – Hochjochgebiet – Kreuzjoch – Seenweg auf einer größeren Karte anzeigen

Dieses Video des Projektes “Vorarlberg von oben” zeigt das ganze Gebiet: Wormser Hütte, Kreuzjoch und Zamangspitze:


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Kreuzjoch und Seenweg
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Author: SiGa

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