Bergstation Sonnenkopf – Burtschakopf

Heute fahren wir mal wieder mit der Sonnenkopf-Bergbahn hoch und schlagen zur Abwechslung mal die andere Richtung ein… 😉 Der Weg führt uns zum Burtschasattel und hinauf auf den Burtschakopf. Der Burtschakopf mit 2244 Metern Höhe ist, wie das Muttjöchle, ein beliebtes Wanderziel in diesem Gebiet, bietet aber etwas mehr Herausforderung, vor allem auf dem letzten Abschnitt, der nur für geübte und halbwegs schwindelfreie Wanderer geeignet ist.

Da wir, der Abwechslung wegen, für den Hin- und Rückweg verschiedene Routen wählen wollen, folgen wir bei der Bergstation nicht der Beschilderung “Burtschasattel/Burtschakopf”, sondern wenden uns in Richtung “Thüringer Schafalpe” (östlich, links).

Bergstation, darüber die "Rote Wand"

Bergstation, darüber die "Rote Wand"

Folgen Sie der Beschilderung bzw. den Markierungen so lange, bis Sie auf die Tafel stoßen, die auf die Abzweigung Burtschasattel/Burtschakopf hinweist (steil hangaufwärts). Nach ca. 1,5 Stunden sollten Sie beim Burtschasattel angekommen sein. Von hier aus können Sie einen Blick auf den Weg zum Gipfelkreuz werfen und selbst entscheiden, ob und wie viel dieses letzten Abschnittes Sie bewältigen wollen.

Es sind ca. 20 min bis zum Gipfelkreuz, der Weg ist steil ansteigend, auf dem letzten Abschnitt mit Stahlseilen gesichert und stellenweise leicht ausgesetzt.

Klostertal und Arlberg

Klostertal und Arlberg

Verzichten Sie bitte darauf, wenn Sie nicht das passende Schuhwerk oder die Nerven dafür haben.

Der Ausblick von da oben entschädigt allerdings für die Mühe, man kann das gesamte Klostertal und Teile des hinteren Walgaus sehen, einen Blick auf den Spullersee (gegenüberliegend) werfen und ins nördliche Verwall-Tal schauen. Es lohnt sich! Allerdings konnte ich das Gipfelkreuz von hier nur seitlich fotografieren, alles andere wäre ein klassisches “Noch ein Schritt zurück!”-Fotoerlebnis geworden… :kip: Ziemlich schmal und abschüssig da oben!

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Spullersee

Wenn Sie wieder hinunter gestiegen sind zum Burtschasattel, können Sie sich, je nach Tageszeit, für den Rückweg entscheiden (die letzte Bahn fährt im Sommer um 16.30 Uhr talwärts) oder eine “Zusatzrunde” um den Berg drehen. Hierfür steigen Sie zur Thüringer Schafalpe ab (ca. 45 min) und wandern von dort um den Berg herum wieder zurück oder auch talwärts hinunter bis zur Talstation (das zieht sich – großer Höhenunterschied!).

Rückweg zur Bergstation

Rückweg zur Bergstation

Für den direkten Rückweg zur Bergstation folgen Sie nun einfach der Beschilderung (Bergstation Sonnenkopfbahn), dieser Weg schlängelt sich, etwas höher gelegen als der Hinweg, durch die reizvolle Hochmoorlandschaft. Oder Sie schlagen den selben Weg wie beim Aufstieg ein, dann folgen Sie zunächst dem Aufstiegsweg und dann der Beschilderung “Thüringer Schafalpe”.

Anfahrt: Über die A14 nach Klösterle zur Sonnenkopfbahn (beschildert)
Schwierigkeitsgrad: Mittel (bis zum Sattel, rotweiß), dann bis zum Gipfelkreuz schwieriger (blauweiß). Nur mit geeignetem Schuhwerk! Und ohne Kinderwagen… 😉
Reine Gehzeit: Insgesamt zirka 3 Stunden, routenabhängig (hin und zurück). In der Variante zur Schafalpe entsprechend länger.
Höhenunterschied: ca. 450 Meter.

Moorbewohner

Moorbewohner

Meine Meinung: Sehr empfehlenswerte Wanderung, fantastisches Panorama, schöne Hochmoorlandschaft! Genug zu trinken mitnehmen (unterwegs gibt´s nix) und natürlich: Gipfelschnäpsle nicht vergessen! Tipp: Auf dieser Seite von alpenregion.at finden Sie rechts unter “Downloads” die Broschüre “Wanderzeit” mit vielen beschriebenen Wanderungen in der Region, Tipps für Wanderer, Telefonnummern und Kontaktadressen. Unbedingt mal reinschauen!

Hier wie immer meine Google-Map mit einer genauen Beschreibung der Route, inklusive der Alternative über die Thüringer Schafalpe. Link unter der Karte einfach anklicken, dann lässt sich auch die Anfahrt damit gleich planen:


Sonnenkopfbahn Bergstation – Burtschakopf auf einer größeren Karte anzeigen

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Burtschakopf, Klostertal
Burtschakopf, Klostertal
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Author: SiGa

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2 Kommentare

  1. Tolle Beschreibung der Wanderung, vor allem der letzten Meter bis zum Gipfel.
    Wir haben – mangels der benötigten guten Nerven – den Gipfelsturm bei Beginn der Stahlseile abgebrochen.
    Denoch ist die Wanderung sehr empfehlenswert!

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    • Ja, für das erste Mal über den Grat ist etwas Überwindung nötig, wenn man so was nicht gewohnt ist – das ging auch mir so. Dafür ist der Ausblick dann aber absolut lohnend! Danke für das Kompliment und ich wünsche euch noch viele schöne Wanderungen!

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